Westfalenmeisterschaften der Oldies.
Drei Starts – drei Titel; mit dieser beeindruckenden Bilanz beendete Robin Konert vom SV Liesborn seinen Auftritt bei den FLVW Hallenmasters am vergangenen Wochenende. Eigentlich war er ohne große Erwartungen nach Dortmund gefahren. „Ich will nur sehen, wo ich leistungsmäßig stehe.“,
so seine Erwartungen vor dem Wettkampf. Nachdem es mit den Siegen über 60m Hürden (10,61 sec) und 60m flach (8,24 sec) super gelaufen war, meldete Konert sich kurzentschlossen für den Weitsprung nach. Anfangs lief es nicht ganz nach Wunsch, aber er steigerte sich und mit dem letzten Versuch überbot Robin seine Freiluftbestleistung 2025 vom Jedermannzehnkampf um 11 cm. Die 5,40 m brachten ihm den dritten Titel ein. Der Trainer der Liesborner U14 kann seiner Trainingsgruppe jetzt sagen: „Ich kann es noch!“
„Es war ein tolles Erlebnis!“, freute sich Konert, für den es die ersten Seniorenmeisterschaften waren. In den kommenden Jahren dürfte ein Titelgewinn jedoch nicht leichter werden, schließlich sind in seiner Altersklasse (30–34 Jahre) noch einige Athleten im Profibereich aktiv und stoßen erst später zum Seniorenbereich. „Von ehemaligen Profis kann man viel lernen. Für mich macht das den Reiz der Masters aus!“, schildert Konert.
Im Weitsprung teilte er sich die Anlage unter anderem mit Dr. Eberhard Linke, dem Weltrekordhalter der Altersklasse M80, der beachtliche 4,26 Meter weit sprang. „Das schaffe ich in 50 Jahren nicht mehr“, lachte Konert – voller Bewunderung für diese Leistung.
Dass Alter tatsächlich nur eine Zahl ist, hat Konert von seinem ehemaligen Münsteraner Trainingskollegen Hubert Meyer (M75) gelernt. Meyer ging ebenfalls an den Start und stellte im Hochsprung mit 1,31 Metern einen neuen Westfalenrekord in seiner Altersklasse auf. „Hubert ist eine Inspiration! Er hat nie ein Training ausgelassen, ist immer motiviert – und lockert trotzdem mit einem Witz die Stimmung in der Gruppe auf.“
Dass beide einmal am selben Tag Westfalenmeister werden würden, hätte Konert nicht erwartet. „Ich freue mich total – vor allem für den Verein. Es ist schön, den SV Liesborn wieder auf der Anzeigetafel zu sehen. Auf einen westfälischen Erfolg warten wir schon sehr lange.“ Dieses Warten fand nun in Dortmund ein Ende.


